
Nomen est Omen. Oder was hier besser für das Chapter Karneol zutrifft: der Name des Steins sei das Programm. Der Karneol gibt Menschen Mut, schwierige Situationen zu meistern und so zu überwinden. Er verleiht dem Träger Hilfsbereitschaft und hebt die Emotion. Das sind die Voraussetzungen hohe Ziele zu erreichen und nach dem BNI-Motto zu handeln: Wer gibt - gewinnt.
Der Karneol ist ein eisenhaltiger Chalcedon mit einer roten bis rotbraunen Farbe. Verantwortlich für diese unterschiedlichen Farben ist die Menge des Elementes Eisen im Forme von Eisenoxid oder Eisenhydroxid. Dabei färbt das Eisenoxid den Karneol rot, während das Eisenhydroxid ihn braun färbt.
Schöne Karneole stammen aus Indien. Aber auch in Japan, Australien, Sibirien, Brasilien und Nordafrika ist der Karneol zuhause.
Mythologie und Geschichte
Der Karneol fand im Laufe der Geschichte viel Aufmerksamkeit, egal in welcher Zeit er sich befand. So bekam er das erste Mal in Ägypten große Aufmerksamkeit geschenkt. Er wurde aufgrund seiner Farbe, als Lebensstein betitelt. Aufgrund der Annahme, das der Karneol eine große Rolle im und nach dem Leben eines Menschen spielen kann, gab man in oft ins Grab eines Verstorbenen mit. Unter anderen wurden z.B. einige Karneole im Grab des Tutanchamuns gefunden. Weiter fand der Karneol große Beachtung im Ägyptischen Todesbuch.
Als Schmuck wurde der Karneol im alten Ägypten und später zu Amuletten oder kleinen Figuren, Gemmen oder zu Ringen, wegen der einfachen Bearbeitung oft zu Siegelringen, verarbeitet. Bekannte Beispiele für die Verarbeitung zu Ringen sind:
Der Ring des Tello
Phönizischer Siegelring
Etruskischer Siegelring
Der Siegelring des Martin Luther
Gesundheitliche Heilwirkung (nicht durch Doppelblindstudien bestätigt)
Wie schon Hildegard von Bingen in ihrer Zeit über die Heilwirkung des Karneols schrieb, hilft er bei Blutungen und fördert die Durchblutung. Außerdem unterstützt der Karneol die Aufnahme von Vitaminen, Nährstoffen und soll gegen Blutungen, Kopfschmerzen oder Husten helfen.
Literatur
Doch nicht nur als Heil- oder Schmuckstein fand der Karneol Verwendung, denn auch in der Literatur der größten weltlichen Literaten fand er seinen Platz. So kam er in Johann Wolfgang von Goethe’s „Segenspfänder“ vor:
Talisman in Karneol,
Gläub’gen bringt er Glück und Wohl;
Steht er gar auf Onyx Grunde,
Küss’ ihn mit geweihtem Munde!
Alles Übel treibt er fort,
Schützet dich und schützt den Ort. (...)